Sicheres Tauchen lernen -

auch für andere

Mit dem DTSA** hast du die Qualifikation zur sicheren Planung und selbstständigen Durchführung von Tauchgängen im Freigewässer erlangt. Du kannst Gruppen mit gleichwertigen Taucher/innen führen. Mit zunehmender Erfahrung kommt dann sicherlich der Bedarf, auch Tauchgänge unter erschwerten Bedingungen und auch einfache Tauchgänge mit unerfahrenen Taucher/innen verantwortlich durchzuführen. Hierzu dient die nächste Stufe der deutschen Tauchsportabzeichen, das DTSA***.

Mit dem DTSA*** erlangst du die Qualifikation zur Organisation und Führung von Tauchgängen unter erschwerten Bedingungen sowie einfacher Tauchgänge mit unerfahrenen Taucher/innen. Neu sind für dich insbesondere die Beherrschung der Rettungsfähigkeit sowie die Gruppenführung unter erschwerten Bedingungen. Daher sind auch die Aufbaukurse „Tauchsicherheit und Rettung“ und „Nachttauchen“ oder „Problemlösungen beim Tauchen“ wichtige Ausbildungsstationen für dich vor dem DTSA***. Empfohlen werden auch die Spezialkurse „Trockentauchen", „Strömungstauchen", „Wracktauchen", „Eistauchen“ und "Sporttauchen in Meeresgrotten" zur Erlangung der Fertigkeiten beim Tauchen unter diesen erschwerten Bedingungen. Anschließend werden dir von den erfahrenen Tauchlehrer/innen des Verbandes Deutscher Sporttaucher e. V. (VDST) mit dem DTSA*** die Kenntnisse und Fertigkeiten in Theorie und Praxis vermittelt, die du zum sicheren Tauchen unter diesen Rahmenbedingungen brauchst.

Wenn du das DTSA*** abgeschlossen hast, kannst du Tauchgänge bis 40 Meter Tiefe im Freigewässer gemeinsam mit anderen VDST-CMAS-Taucher/innen*/**/*** oder bis 12 Meter Tiefe mit DTSA Basic - Taucher/innen selbstständig planen und durchführen.

Die jeweils maßgeblichen aktuellen Bestimmungen zu den Inhalten und Rahmenbedingungen des DTSA*** findest du in der jeweils aktuellen VDST-DTSA-Ordnung unter www.vdst.de und dort unter Downloads > Ausbildung > Ordnungen.

Inhalte des DTSA***

In der Theorieausbildung zum DTSA** wurdest du in Theorie und Praxis mit den Grundsätzen für die selbstständige Durchführung von Tauchgängen im Freigewässer vertraut gemacht, und hast bereits ein gutes theoretisches Wissen über die physikalischen Grundlagen und die sich daraus ergebenden Einflüsse auf den menschlichen Körper sowie fundierte Kenntnisse über die Tauchausrüstung und die praktische Durchführung von Tauchgängen und Übungen erhalten.

Diese Inhalte werden nun bei der Ausbildung zum DTSA*** weiter vertieft und durch weitere Themen ergänzt. Durch Beantwortung eines vom Ausbilder vorgelegten VDST DTSA*** Fragebogens zu den vermittelten Lehrinhalten zeigst du anschließend, dass du diese verstanden hast.

Zur Praxis gehören zunächst Übungen nur mit ABC-Ausrüstung, die teilweise im Schwimmbad oder im Freigewässer nachgewiesen werden.

Anschließend zeigst du im Rahmen von Freigewässertauchgängen mit Drucklufttauchgerät (DTG), dass du in der Lage bist, die nachfolgend beschriebenen Fertigkeiten vorzuführen.

Übungen (mit ABC-Ausrüstung):

0.1 60 Sekunden Zeittauchen unter stetiger Ortsveränderung (von etwa 10 Metern).

0.2 45 Meter Streckentauchen ohne Neopren oder 40 Meter Streckentauchen mit Neoprenjacke und -hose.

0.3 10 Meter Tieftauchen im Freiwasser.

0.4 60 Minuten Schnorcheln unter Zurücklegung einer Strecke von wenigstens 1.500 Metern, davon je 15 Minuten in Brustlage, Seitenlage, Rückenlage und mit einer Flosse oder der Nachweis Flossenschwimmabzeichen Bronze nicht älter als 3 Jahre.

0.5 150 Meter Schnorcheln zu einem Gerätetaucher, der auf 7,5 Meter Tiefe liegt, Transportieren des Gerätetauchers an die Wasseroberfläche und 150 Meter an der Wasseroberfläche, je 50 Meter mit unterschiedlichen Transportgriffen.

0.6  Befestigen einer Leine mittels Palstek an einem Gegenstand, der auf 5 Meter Tiefe liegt.

Übungstauchgänge (mit DTG-Ausrüstung):

1.0 Tauchgang: 20-40 Meter Wassertiefe / mindestens 15 Minuten Dauer / mindestens 2 Taucher und Tauchlehrer

1.1 Als Gruppenführer Durchsetzen eines Abstandes aller Mittaucher zum Grund von 1 bis 2 Meter bei mehrfach wechselnden Tiefen, so dass kein Sediment aufgewirbelt wird.

1.2 Geschwindigkeitskontrolliertes Aufsteigen ohne Flossenbenutzung aus 20 Meter Tiefe im freien Wasser bis auf 3 Meter Tiefe mit einem deutlichen Stopp auf 9 Meter Tiefe, einem Stopp von einer Minute auf 6 und von 3 Minuten auf 3 Meter Tiefe. Nachtarieren mit dem Mund ist zulässig.

2.0 Tauchgang: 20-40 Meter Wassertiefe / mindestens 15 Minuten Dauer / mindestens 2 Taucher und Tauchlehrer

2.1 Als Gruppenführer abgeben des Hauptatemreglers an einen Mittaucher in 20 Meter Tiefe, der Gruppenführer wechselt auf den Zweitatemregler und anschließend geschwindigkeitskontrolliertes Aufsteigen mit der gesamten Tauchgruppe im freien Wasser bis auf 6 Meter. Dort zurück wechseln der Atemregler. Danach hinauflassen einer Boje mittels Spool an die Wasseroberfläche. Fortsetzen des Aufstieges bis an die Wasseroberfläche mit einem Stopp von 3 Minuten auf 3 Meter Tiefe

2.2 Als Gruppenführer 20 Minuten Zeitschnorcheln mit vollständiger DTG-Ausrüstung in beliebiger Lage.

3.0 Tauchgang: 20-40 Meter Wassertiefe / mindestens 15 Minuten Dauer / mindestens 2 Taucher und Tauchlehrer

3.1 Als Gruppenführer vor dem Tauchgang korrektes Ausrüsten und Funktionstests bei der gesamten Gruppe.

3.2  Als Gruppenführer Setzen einer Taucherboje zu Beginn des Tauchganges in 20 Meter Tiefe und Einholen der Taucherboje zum Ende des Tauchganges.

3.3 Als Gruppenführer Wiederfinden der Taucherboje zum Ende des Tauchganges durch richtiges Orientieren beim Tauchen, oder Auftauchen an die Wasseroberfläche, Anpeilen und Antauchen im Flachwasser, wenn die Boje nicht wieder gefunden wurde. 

4.0 Tauchgang: 6-15 Meter Tiefe / mindestens 15 Minuten Dauer / mindestens 2 Taucher und Tauchlehrer

4.1 Vorbereiten, Führen und Nachbereiten des gesamten Tauchganges als Nachttauchgang (unter sonst normalen Bedingungen).

5.0 Tauchgang: 20-40 Meter Wassertiefe / mindestens 15 Minuten Dauer / mindestens 3 Taucher und Tauchlehrer

5.1 Als Gruppenführer Transportieren eines "verunfallten" Mittauchers unter Einbeziehung der gesamten Tauchgruppe aus 15 Meter Tiefe auf 5 Meter und dann langsam an die Wasseroberfläche, an der Wasseroberfläche bis zum Ufer bzw. Boot (wenigstens 100 Meter) und anschließend an Land bzw. an Bord.

5.2 Demonstrieren und Erläutern der Einhelfer-Methode.

5.3 Demonstrieren und Erläutern der stabilen Seitenlage und der Schocklage.

5.4 Erstellen eines Notfallplanes für den Tauchplatz vor dem Tauchgang und Einweisung der Mittaucher.

Übersicht der Deutschen Tauchsportabzeichen