Tauchsport und Gesundheitsprävention - aktuell

Seit Jahren beschäftigt sich der FB Medizin des TSV NRW bereits mit Gesundheitsaspekten und Prävention im Tauchsport.     

Wir nehmen erfolgreich an Programmen des LSB NRW wie „BEWEGT GESUND BLEIBEN“ oder „BEWEGET ÄLTER WERDEN“ teil, mit dem Landesportbund ist es sogar einmal gelungen, Tauchausbilder/innen zu ÜL-B Sport in der Prävention für den Herz-Kreiskauf-Bereich auszubilden. In vielen, verschiedenen Workshops konnten wir den Vereinen inzwischen auch die Vorteile der Beschäftigung mit dem Thema näherbringen. Fragen häufen sich, das Interesse wächst ebenso.                                               

Aber auch die Möglichkeiten sind ständig im Wandel, es gibt Vereinfachungen, so dass ich hier ein aktuelles Update geben möchte.

Unsere ÜL-B Prävention können inzwischen mit 30 LE auch die Qualifikation für den Haltungs-und-Bewegungsapparat erhalten, sicher persönlich und für die Vereine ein wichtiger Mehrwert.               

Aber wie kann man sich aktuell qualifizieren als Übungsleiter/in? 

Der LSB NRW bietet inzwischen Ausbildungsgänge mit Eingangsqualifikation Trainer-C Breitensport über 83 LE an, nach erfolgreichem Abschluss ist man ÜL Prävention/Allgemeine Gesundheitsförderung mit den Schwerpunkten Herz-Kreislauf-System und den Haltungs- und Bewegungsapparat. Sicher 2 wertvolle Betätigungsfelder für außerhalb und auch innerhalb des Wassers. Für den Lebensraum Wasser gilt es noch Zusatzqualifikationen zu schaffen, um Inhalte wie Aquajogging und Aquafitness auch offiziell umzusetzen und Unterstützung der Teilnehmer über die gesetzliche Krankenversicherung finanziell zu erhalten. 

Wie geht das nun?   

Ein Tauchsportverein, der mit einem Übungsleiter B Prävention zusammenarbeitet, kann sich über die Serviceplattform des DOSB - SPORT PRO GESUNDHEIT https://service-sportprogesundheit.de zum Siegel des organisierten Sports - Sport pro Gesundheit - anmelden und sich autorisieren lassen. Gleichzeitig kann das Siegel Deutscher Standard Prävention (DSP) erworben werden. Die ÜL Prävention/Allgemeine Gesundheitsförderung werden in diesem Procedere speziell geschult und sind folglich gut vorbereitet. Auf der Homepage stehen verschiedene Programme mit ausgearbeiteten Inhalten zur Verfügung, die von den Krankenkassen anerkannt sind.

Also: Die Beschäftigung mit dem Thema lohnt sich, gerne unterstützen wir euch -  bei Fragen steht euch von der Geschäftsstelle Claudia von Parzotka-Lipinski (0203/ 7381 677) oder auch ich (drschmitz@t-online.de) gerne bereit.                                                     

Weitere Infos unter:                                                                                                               

https://www.qualifizierung-im-sport.de/wissenswertes/konzeptionen/

Tauchmedizinische Fortbildung 15

Am 25.11 und 26.11.2017 im Universitätsklinikum Essen, Hörsaal Auditorium maximum

Weitere Informationen findet ihr in der Ausschreibung.

Die Referenten-/ Themenliste sowie den Zeitplan findet ihr nun im aktuell erschienenen Programmheft.

Zur Anmeldung folgt bitte direkt unserem Link zur Online-Anmeldung: https://www.tauchsportverband-nrw.de/index.php/online-anmeldung?eventId=114&controller=event&task=individualRegister

Foto Christoph Walkenhorst (TMF 2015)
Foto Christoph Walkenhorst (TMF 2015)
Foto Christoph Walkenhorst (TMF 2015)

Tauchmedizinausbildung von Ärzten

der Druckkammer Aachen am Fühlinger See in Köln

Am 14.7.2017 fanden für die Druckkammer Aachen am Fühlinger See in Köln Rettungsübungen zur Tauchmedizinausbildung von Ärzten statt. Der FB Medizin des TSV NRW wurde gebeten, den Teilnehmern dort die verschiedenen Möglichkeiten der präklinischen Sauerstoffversorgung bei einem Tauchunfall zu demonstrieren. Also packte Kalli sein Auto und fuhr mit Georg („Schrotti“) zur technischen Unterstützung und als Fotograph nach Köln.

Auf dem Gelände der dortigen DLRG mit der klasse Infrastruktur der Tauchbasis von Sebastian wurden die  Übungsszenarien vorbereitet. Mit unseren verschiedenen Sauerstoff- und  Wenoll-Systemen konnte in unserem  Pavillon direkt neben DAN geübt werden, sicher nahmen viele Teilnehmer hier neue und praktische Aspekte unserer Präsentation mit nach Hause.

Im See erfolgte dann mit der Kölner Feuerwehr die Rettung in ein Boot, am Sandstrand ging das Szenario unterstützt durch die Wasserwacht mit der Erstversorgung einschließlich Neurocheck weiter. Telefonisch stand man zur weiteren med. Beratung mit Dr. Ulrich von Laak in Verbindung und erhielt Hotline-Anweisungen. Die Wiederbelebungsübung in einem Hochwasserboot der Wasserretter hatte dann so seine Tücken und Grenzen.

Begleitet wurde der Nachmittag von einem WDR Team zu Filmaufnahmen für die aktuelle Stunde.

Nach erfolgreicher Absolvierung der Übungen stellte die Feuerwehr noch die Methoden ihrer Unterwassersuche vor, Abschluss war bei zunehmend schlechter werdendem Wetter dann ein gemütliches Grillen auf der Tauchbasis in großer Runde.

Besonderen Dank gilt den Orga-Teams um Dr. Ulli Siekmann aus Aachen und Prof. Dr. Stephan Schröder aus Düren, die als med. Leiter das Geschehen beobachteten.

Dr. K.-H. Schmitz

Fortbildungsveranstaltung - CO-Intoxikation und Tauchunfall

Die Interessengemeinschaft HBO NRW hat sich zum Ziel gesetzt, mit vielen Partnern unter Koordination des FB Medizin des TSV NRW bei Politik und Kostenträgern eine hochqualifizierte, sichere Druckkammerversorgung in NRW 24/7 für Kohlenmonoxidvergiftungen und Tauchunfälle einzufordern.

Dazu ist Aufklärung der Öffentlichkeit und Fortbildung v.a. der Partner in der Interessengemeinschaft erforderlich, so ist die für Rettungsdienst und Feuerwehr interessante Fortbildung mit Schwerpunkt HBO in Wuppertal seitens des Verbandes der Feuerwehren entstanden.

Wir hoffen auf einen gute Resonanz und weitere Sensibilität für das Problem HBO in NRW.

Weitere Informationen: Download VdF Fortbildung Flyer

Interessengemeinschaft HBO NRW

Die Versorgung mit Druckkammern in Deutschland ist schwierig, in NRW gibt es aktuell keine gesicherte 7/24-Bereitschaft, so dass die Behandlung von Tauchunfällen auch im bevölkerungsreichsten Bundesland nicht jederzeit gesichert ist. Die Abwicklung von Unfällen im Ausland über die VDST-Hotline gelingt oft unproblematischer und schneller, der Taucher kann der Therapie dann sicher zugeführt werden. Vielmehr als für einen Tauchunfall aber wird die hyperbare Sauerstofftherapie für die lebensbedrohlichen Kohlenmonoxidvergiftungen benötigt, das bei Bränden, schlecht ziehenden Öfen usw. entsteht und rasch lebensbedrohlich ist. Betroffen sind meist mehrere Personen, oft Kinder, aber evtl. auch deren Retter. Dazu gibt es immer wieder entsprechende Berichte in den Medien. Beim Brand des Universitätsklinikums Bergmannsheil in Bochum hatten wir Glück im Unglück.

Deshalb hat sich unter Organisation des TSV NRW unsere Interessengemeinschaft im Frühjahr 2016 in Aachen gegründet, weitere Organisationen sind inzwischen beteiligt. Wir sind im Kontakt mit den zuständigen Landesministerien und Kostenträgern und hoffen auf eine baldige und positive Entscheidung, die wichtige Notfalltherapie in NRW sicherzustellen. Informations- und Fortbildungsveranstaltungen zum Thema HBO mit anderen Disziplinen neben der Tauchmedizin sind weiterhin geplant. Bilder unserer bisherigen Aktionen sind angefügt. Wollt ihr selber vor Ort im Verein aktiv werden und aufklären, sprecht uns an, es gibt ein roll up und einen Infozettel. Kontakt: drschmitz@t-online.de   

NRW SPD Landesparteitag 9/2016 li. Heike Gebhard (MdL) re. Anne Feldmann (Präsidentin DLRG Westfalen)
GTUEM Fortbildung Bonn 10/2016 li. Dr. med. Karl-Heinz Schmitz, re Dr. med. Heike Gatermann (beide FB Medizin des VDST)