SK Problemlösungen beim Tauchen

Der Schönheitsschlaf musste an diesem Samstag, dem 14.04., etwas gekürzt werden, schließlich wollten sowohl Ausbilder wie auch Lehrgangsteilnehmer pünktlich um 9:00 Uhr in am Sorpesee in Sundern (Sauerland) sein. Dort wartete der SK Problemlösungen beim Tauchen auf uns...

Einige von uns kannten sich bereits von der Ausbildung zum VDST Tauchlehrer**. Die Wiedersehensfreude unter diesen war groß, alle Teilnehmer lernten sich in der Vorstellungsrunde kennen. 

 

Kursleiterin Katja Paravicini  gab uns einen Überblick darüber, was uns im Laufe des Tages erwartete. Noch ein Kaffee und 'was Süßes und der Theorieunterricht des Spezialkurses konnte beginnen. 

 

Die beste Problemlösung beim Tauchen ist die Vermeidung von Problemen. Einen ganz wesentlichen Faktor stellt  dabei die Ausrüstung dar. Der VDST hat mit seinen Ausrüstungsempfehlungen Standards erarbeitet, die den Tauchsport so sicher wie möglich machen sollen. Gerade im Kaltwasser, so zeigt uns die Statistik, ist die Unfallgefahr deutlich höher. Die Verbesserung der eigenen Ausrüstungskonfiguration ist daher ein Ziel dieses Spezialkurses.

 

Neuer Inhalt in der DTSA**/***-Ausbildung, in diesem Jahr eingeführt, ist die Ermittlung des Minimum-Flaschendrucks: derjenige Flaschendruck soll bestimmt werden, der benötigt wird, um einen Tauchpartner im Falle einer Null-Luft-Situation sicher an die Wasseroberfläche zu begleiten.

 

Tauchen findet im Wasser statt

Kurz nach Mittag ging es an die praktischen Übungen. Unsere Ausbilder schauten sich zunächst unsere Ausrüstung an. Ist die Schlauchführung des Drucklufttauchgeräts "o.k."? Welche Optimierungsmöglichkeiten können empfohlen werden? Im Ergebnis musste hier und da schon mal ein Schlauch neu und anders montiert werden. 


Selbstverständlich müssen Taucher auch in der Lage sein, ihre Ausrüstung sicher zu beherrschen. Im folgenden praktischen Teil des Kurses ging es daher sowohl um die Selbsthilfe bei Problemen wie auch um Partnerhilfe und die Rettung des Tauchpartners.

 

Das Wetter war uns wohlgesonnen. Die Sonne wärmte uns, lag die Wassertemperatur des Sorpesee bei 6 ° C. Gut, dass die meisten Taucher im Trockentauchanzug ins Wasser gingen, der im Kaltwasser empfohlen werden kann.

 

Die erste und auch wichtigste Übung noch an der Wasseroberfläche ist das Ventilmanagement. Für den Fall, dass der Atemregler unkontrolliert Luft abbläst, z. B. bei einer Vereisung, müssen wir in der Lage sein, selbständig das Ventil des Atemreglers schließen zu können. Neben einer entsprechenden Beweglichkeit des Tauchers ist auch die Position der Druckluftflasche für das Gelingen dieser Übung entscheidend. Die Ausbilder gaben Tipps oder schoben die Flaschen der Lehrgangsteilnehmer höher oder tiefer. 

 

Auch die Partnerhilfe wurde geübt. So sollten wir z. B. eine Boje setzen, während unser Tauchpartner aufgrund simulierter Luftnotsituation aus unserem Hauptatemregler atmete. 

 

 

Auf der Boje reiten, wie auf einem Hexenbesen

Bei Ausfall der Tariermittel kann die Dekoboje als Alternative eingesetzt werden. Die nächste Übung zeigte uns, dass eine Boje nicht unbedingt den Namen El Flitzo  verdiente und Taucherinnen und Taucher waren mit Bibi Blocksberg nur ansatzweise zu vergleichen. Der Faktor Spaß kam bei diesem Spezialkurs also keineswegs zu kurz!


Nach einer Stunde im Sorpesee wurden so langsam die Finger kalt. Die Pflichtübungen des heutigen Tages hatten wir erfolgreich absolviert. Die eine oder andere Gruppe wollte noch einen Spaßtauchgang durchführen. Anderen knurrte der Magen; Zeit, was zu essen und zu trinken. Ein tapferer Teilnehmer war glücklich, sich aus dem Halbtrockenanzug schälen zu dürfen.

 

 

Debriefing und Abschluss

Wir haben viel gelernt bei diesem Spezialkurs. Dieses Fazit konnten wir unseren Ausbilderinnen und Ausbildern auf jeden Fall geben.

 

Die Kenntnisse und Fertigkeiten, die wir während der Ausbildung erlangt haben, müssen jedoch regelmäßig wiederholt und vertieft werden. Dies gab uns Katja Paravicini zum Abschluss mit auf den Weg.

 

Herzlichen Dank an das gesamte Ausbilderteam.

Für alle, Euer Ollo Heß