TL*-Praxisvorbereitung am Karfreitag

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Von den Stipendiatinnen Lena Schwefer und Tamina Renner

Am Karfreitag, den 15.04.2022, war es mal wieder so weit. Wir als die diesjährigen angehenden TL1 haben uns mit Ausbildenden des TSV NRW getroffen, um uns auf die Praxisprüfung in Roses vorzubereiten. Wir haben nicht nur die verschiedensten Übungen gezeigt bekommen, sondern mussten selbst unser Können zeigen und als Ausbildende fungieren. Dafür wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt (abhängig von der Teilnehmerzahl) und haben in dieser Konstellation innerhalb des Tages drei Stationen abgearbeitet. Die Themen der Stationen waren Apnoe, Atemtechnik, (Kombi-Übung) mit Maike Münster, Abgeben eines Atemreglers mit Fabian Möller, Schlauchführung und Rettung eines verunfallten Tauchers mit Jost Bracklo und zu guter Letzt noch Maske ausblasen bzw. Tauchen ohne Maske mit Julia Schäfer. Dieser Tag war anstrengend durch die vielen intensiven Übungen, die jeder mehrfach wiederholen musste, doch am Ende hat es viel Spaß gemacht und wir konnten alle etwas Positives aus dem Tag mitnehmen. Die TL- Ausbildenden haben uns Tipps und Tricks mitgeteilt und die Übungen jeweils begleitet. Auch Boje schießen war ein Thema, es gab einen Kurzvortrag zur Boje und wie man diese richtig schießt und dann waren wir wieder am Zug und durften dies nochmal ausprobieren. Sehr hilfreich waren auch hier wieder die Tipps und Tricks der TL- Ausbildenden, da Boje schießen von jedem ein bisschen anders erklärt und durchgeführt wird und man dadurch noch andere Varianten gezeigt bekommt, die einem vielleicht besser liegen. Darüber hinaus war der Tag nicht nur hilfreich, um sich selbst mit den Übungen vertraut zu machen, sondern auch mit den anderen Teilnehmenden. Denn mit diesen werden wir in Spanien sehr viele Nerven und Tauchgänge lassen, um gemeinsam den TL* zu absolvieren. Denn beim Tauchen geht es nicht nur um sich selbst, sondern auch um den Buddy und daher ist es wichtig, vorher schon einmal die anderen einschätzen zu können.

Die Übungen bei Maike sollten dazu führen, dass am Ende jeder das Gefühl hatte, die 25 Meter und den Palstek vernünftig auf 5 Meter Tiefe absolvieren zu können. Dafür haben wir an der Oberfläche nochmal den Palstek geübt und uns langsam mit dem Tauchen herangearbeitet. Wichtige Faktoren waren hier die richtige Atmung und die Sicherheit der Taucher. Hierzu haben wir dann noch eine kurze Einweisung von Maike erhalten, um diese Aspekte umsetzen zu können.

Bei Jost lief der Prozess ähnlich ab, erst hat er die Übung zur Rettung eines verunfallten Tauchers vorgemacht und wir mussten sie dann genauso demonstrieren. Hierbei ist wichtig gewesen, die Schritte deutlich, fast übertrieben darzustellen. Die Rettung haben wir einmal von einem auf dem Bauch und einmal einem auf dem Rücken liegenden verunfallten Tauchers gemacht. Danach haben wir noch den Aufstieg am langen Atemregler des Buddys durchgeführt (unter Coronabedingungen).

Bei Julia haben wir am Anfang die Maske in Schritten ausgeblasen, erst ein bisschen Wasser in der Maske, dann die ganze Maske bis hin zum Maske herunternehmen und wieder aufsetzten. Nachdem alle dies in der Position des Ausbildenden mit der Gruppe durchgeführt hatten, haben wir die Übung besprochen und dann Zweierteams gebildet. In diesen Teams hatte jeweils eine Person keine Maske auf und man hat eine Runde gedreht, unter Wasser musste man dann die Maske wieder aufsetzten. Am Ende haben wir dann noch Wechselatmung unter Coronabedingungen simuliert und diese in Sternformation durchgeführt. Insgesamt wurde das Thema Sicherheit sehr groß geschrieben, denn man hat gelernt, was es heißt, eine Person zu sichern sowohl beim Gerätetauchen als auch beim Apnoe.

Wir können diesen Kurs jeder und jedem angehenden TL* empfehlen, denn man lernt immer noch was hinzu und es macht riesig Spaß, mit der Gruppe zu arbeiten und zu tauchen. Wir freuen uns schon auf Roses!